Google Ad Grants: Das Werbebudget, das die meisten NGOs liegen lassen
Mit Google Ad Grants schenkt Google gemeinnützigen Organisationen bis zu 10’000 US-Dollar Werbebudget pro Monat. Viele Schweizer NGOs wissen das nicht – und viele, die es wissen, schöpfen es nicht aus. Was das Programm kann, wo seine Grenzen liegen und wie du es sinnvoll nutzt.
Was Google Ad Grants ist
Google Ad Grants ist ein Programm für gemeinnützige Organisationen: Wer die Voraussetzungen erfüllt, bekommt monatlich bis zu 10’000 US-Dollar Budget für Suchanzeigen – kostenlos. Das ist keine Kleinigkeit. Viele NGOs geben im Jahr weniger für ihr gesamtes Online-Marketing aus, als das Programm pro Monat zur Verfügung stellt.
In der Schweiz können Organisationen mit anerkannter Gemeinnützigkeit teilnehmen; der Weg führt über die Plattform Google for Nonprofits.
Warum das Budget trotzdem oft verpufft
Ich habe in der NGO-Welt gesehen, was mit dem Grant passiert, wenn niemand sich kümmert: Ein Konto wird eingerichtet, ein paar Anzeigen laufen, nach drei Monaten schaut keiner mehr rein. Das Budget wird zu einem Bruchteil genutzt oder das Konto wegen Verstössen gegen die Programmregeln pausiert.
Denn Ad Grants hat Regeln, die es vom normalen Google Ads unterscheiden. Anzeigen laufen nur in der Suche, nicht im Display-Netzwerk. Die Klickpreise sind nach oben begrenzt, sofern man nicht mit automatischen Gebotsstrategien arbeitet. Es gibt eine Mindest-Klickrate, die das Konto erreichen muss. Und Keywords mit nur einem Wort oder zu allgemeine Begriffe sind nicht erlaubt. Wer das nicht kennt, verliert den Grant schneller, als er ihn bekommen hat.
Was mit dem Grant wirklich möglich ist
Richtig eingesetzt, ist der Grant ein Werkzeug für drei Dinge. Erstens Reichweite für dein Thema: Menschen, die nach Informationen suchen, die deine Organisation liefert – Ratgeber, Fakten, Anleitungen. Zweitens Menschen, die aktiv werden wollen: Freiwilligenarbeit, Mitgliedschaft, Petitionen, Veranstaltungen. Drittens, mit Einschränkungen, Spenden: Das funktioniert, wenn die Spendenseite gut ist und die Anzeige klar sagt, wofür das Geld eingesetzt wird.
Was nicht funktioniert: das Budget einfach auszugeben, weil es da ist. Anzeigen ohne Ziel bringen Klicks ohne Wirkung – und die Klickrate sinkt, was das Konto gefährdet.
So gehst du es an
Beginne mit der Website, nicht mit den Anzeigen. Jede Anzeige braucht eine Zielseite, die das hält, was sie verspricht – schnell, mobil, mit einer klaren nächsten Handlung. Richte dann das Conversion-Tracking ein, damit du weisst, ob aus Klicks Anmeldungen, Downloads oder Spenden werden. Erst danach kommen die Kampagnen: pro Ziel eine, mit spezifischen Keywords, die zu deinem Thema passen.
Und plane die Betreuung ein. Ein Ad-Grants-Konto braucht keine Vollzeitstelle, aber es braucht jemanden, der einmal pro Woche hineinschaut, Suchbegriffe ausschliesst, Anzeigen anpasst und die Klickrate im Auge behält. Das ist der Unterschied zwischen einem Grant, der wirkt, und einem, der pausiert wird.
Fazit: Google Ad Grants richtig nutzen
Google Ad Grants ist für NGOs eines der wertvollsten Marketinginstrumente, das es gibt – und eines der am meisten vernachlässigten. Wer die Regeln kennt, die Website vorbereitet und die Betreuung sicherstellt, bekommt jeden Monat Reichweite, für die andere Organisationen bezahlen müssten.
Du bist bei einer NGO und willst wissen, ob Ad Grants für euch passt? Im Erstgespräch klären wir Voraussetzungen und ersten Schritt.

